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SchichtstoffplatteSchichtstoffplatten

Schichtstoffplatten stellen ein sehr dünnes Material dar, dass immer auf eine Trägerplatte wie Z.B. eine Span- oder MDF-Platte geklebt wird. Dadurch entsteht eine Platte mit einer sehr robusten und meistens auch dekorativen Oberfläche.

Schichtstoffplatten bestehen aus Dekorpapieren und Kraftpapieren, die mit Kunstharzen getränkt und unter Hitzeeinwirkung verpreßt werden.

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Typen

Wir unterscheiden hier zwischen

  • 1. den normalen Schichtstoffplatten, die fast alle nur eine Stärke um die 0.8 Millimeter haben und immer auf ein Trägermaterial aufgebracht werden
  • und
  • 2. den dickeren, meist Kompakt-Schichtstoffplatten, genannten Platten. Kompakt-SchichtstoffplattenDiese gibt es in Stärken von 3, 6, 8, 10mm. Allerdings sind nicht alle diese Stärken gebräuchlich. Informationen zu einem Produkt finden Sie hier: Kompakt-Schichtstoffplatten

Aufbau

Schichtstoffplatten sind unter Hochdruck verpresste Papiere bzw. Cellulose, die mit Phenolharzen getränkt sind. Dabei ist die oberste Papierschicht ein dekoratives Papier, daß das Aussehen der Schichtstoffplatte bestimmt. Über der obersten Papierschicht liegt noch einmal eine transparente Schicht (Overlay), die die Robustheit der Plattenoberfläche bestimmt.

Einsatzgebiete der Schichtstoffplatten

Normale, dünne Schichtstoffplatten werden immer mit einem Trägermaterial verklebt. Da die Schichtstoffplatten eine sehr viel strapazierfähigere Oberfläche als melaminbeschichtete Platten haben, werden sie überall dort eingesetzt, wo eine hohe Beanspruchung zu erwarten ist, so z.B. im Küchenbereich, an stark frequentierten Orten, an Arbeitsplätzen in Labors und Werkstätten etc.

Die Schichtstoffplatte wird im Möbelbau und Innenausbau überall dort eingesetzt, wo es auf eine robuste Oberfläche ankommt. Gute Küchenarbeitsplatten sind das bekannteste Beispiel. Aber auch Einrichtungsgegenstände in Bereichen mit viel Publikumsverkehr oder Tischplatten in Gaststätten sind oft mit Schichtstoffplatten versehen.

Verarbeitung

Die Beschichtung der Trägerplatte muß immer beidseitig erfolgen, da das Material sonst krumm wird.

Falls eine Seite nicht sichtbar ist, wird dafür eine preiswerte Gegenzugplatte genommen.

Das Verkleben der Schichtstoffplatten geschieht am besten in großen Pressen. Kleinere Flächen können evtl. mit Hilfsmitteln wie Zwingen verpreßt werden oder unter Verwendung von Kontaktklebern oder modernen Sprühklebern.

Das Zuschneiden der Platten ist auch nicht so ganz trivial, da diese ja in der Regel sehr dünn sind (0.8 mm) und zudem auch sehr spröde sind. Gut ist es, beim Zuschnitt die Schichtstoffplatte zwischen zwei billige Zulagen zu legen.

Produkte und Maße

Schichtstoffplatten gibt es in einer riesigen Anzahl von Dekoren.

Die verfügbaren Abmessungen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller.

Zu den meisten Dekoren, die es als melaminharzbeschichtete Spanplatten gibt, gibt es auch eine Schichtstoffplatte.

Hersteller gebräuchliche Maße
Thermopal-Schichtstoffplatten 2750 x 2020
Egger-Schichtstoffplatten 2800 x 1300 , Hochglanzdekore aber in 3050 x 1300 mm
Getalit-Schichtstoffplatten
2960 x 1300, 4100 x 1300, 2140 x 1300 mm

Schichtstoffplatten werden für die Herstellung unterschiedlicher Verbundplatten eingesetzt.

gelbe Schichtstoffplatte

0.8 mm starke Schichtstoffplatte von der Seite gesehen

Rückseite einer Schichtstoffplatte